Hilfe, Tipps, Tricks und Anleitungen zum Thema "Zeckenbiss, was nun? Die Zecke sofort entfernen!"


 
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Zunächst einmal ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass Zecken von Bäumen fallen. Die lästigen Parasieden lauern im dichten Unterholz und halten sich auch im hohen Gras gerne auf. Zecken sind überall dort anzutreffen, wo es besonders mild und feucht ist.

Zecken suchen stets nach einen potentiellen Wirt. Durch Erschütterungen und gewisse Körperausdünstungen werden die Blutsauger auf ihr "Opfer" aufmerksam. Die „Holzböcke“ lassen sich vorzugsweiße auf nackten und unbehaarten Körperteilen nieder, dort suchen Sie dann eine günstige Stelle um zuzubeißen und sich mit Blut vollzusaugen.

Die blutsaugenden Insekten sind nicht einfach nur widerlich und gar lästig, sondern obendrein noch gefährlich. Bestimmte Zecken übertragen Krankheiten, die schlimmstenfalls auch tödlich enden können, wie Borreliose und FSME. Nicht jede Zecke ist jedoch mit den Erregern infiziert.  

Was tun nach einem Zeckenbiss?

Ein fataler Fehler wäre es, die Zecke mit Azeton, Öl, Petroleum, Nagellack oder Leim abzutöten, denn in diesem Fall entleert sich die Zecke in der Haut des Wirtes und überträgt schlimmstenfalls die gefährlichen Erreger, sofern sie diese in sich trägt. Ebenso wenig sollte die Zecke ruckartig aus der Haut herausgerissen oder gar zerquetscht werden.

Am Günstigsten ist es, den Holzbock mit einer speziellen Zeckenzange aus Kunststoff (hier...) zu entfernen. Es gibt jedoch ebenso elektronische Zeckenzangen (gibt es hier...).

Im Notfall geht es auch mit einer Pinzette, den Fingernagl oder eine Taschenmesser. Die Zecke sollte möglichst weit vorne angefasst werden, mit langsamen leicht drehenden Bewegungen, senkrecht herausgezogen werden.

Ganz Wichtig:

Die Zecke darf nicht zerquetscht werden und es sollte darauf geachtet werden, dass der Parasit vollständig, mit dem Kopf, der tief in der Haut steckt, entfernt wird. Anschließend ist die Bissstelle zu desinfizieren.

Steckt die Zecke an einer ungünstigen Stelle, sodass es unmöglich ist, diese dort selbst zu entfernen oder aber traut man sich nicht zu, den Blutsauger fachgerecht aus der Haut zu ziehen, sollte nach Möglichkeit eine Vertrauensperson damit beauftragt werden. Noch besser ist es allerdings, einen Arzt aufzusuchen oder in die Notfallstation einen Krankenhauses zu gehen.

DIE ZECKE SOLLTE SO SCHNELL ALS MÖGLICH AUS DEM KÖRPER ENTFERNT WERDEN!

Warum?

Je länger die Zecke Kontakt mit dem „Wirt“ hat und sich festsaugt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren. 6 bis 8 Wochen nach dem Zeckenbiss sollte ein Bluttest vorgenommen werden, um die Gefahr einer, durch die Zecke übertragenen Krankheit, auszuschließen.  

Zeckenbiss entzündet, was tun?

Es kann vorkommen, dass man selbst den Biss einer Zecke nicht sofort bemerkt und diese daher nicht entfernen konnte. Die Zecken fallen, nachdem sie sich mit genügend Blut vollgesogen haben, in der Regel von alleine wieder ab. Bildet sich jedoch eine kreisrunde, sich weiter ausdehnende Rötung um die Bissstelle, könnte dieses ein deutlicher Hinweis darauf sein, das eine Infektion aufgetreten ist.

IN DIESEM FALL SOFORT EINEN ARZT ODER DIE NOTAUFNAHME AUFSUCHEN!

Gleiches gilt auch, wenn etwa 3 bis 5 Tage nach dem Zeckenbiss grippeähnliche Beschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber auftreten.

Wie kann man sich gegen Zecken schützen?

Es gibt bestimmte Risikogruppen, die alltäglich Gefahr laufen, in den warmen Monaten des Jahres, von Zecken gebissen zu werden. Zu dieser Personengruppe zählen vor allem Waldarbeiter, Förster, Gärtner, Landwirte aber auch Wanderer und alle Personen, die sich täglich längere Zeit über in der freien Natur, im Wald, auf den Wiesen oder in Parkanalagen und Gärten aufhalten. Diese Risikogruppen sollten auf jeden Fall zwei Mal im Jahr eine Kontrolluntersuchung mit Bluttest durchführen lassen. In den Gebieten, in denen Zecken den FSME Erreger übertragen, ist es ratsam, sich vorbeugend gegen Zeckenbisse impfen zu lassen.

Ansonsten empfiehlt es sich, bei einem Aufenthalt im Freien, geschlossene aber vorzugsweiße helle Kleidung zu tragen. Somit lassen sich Zecken schneller erkennen. Die Kleidung kann mit einem instektenabweisenden Mittel eingesprüht werden, Zeckenspray (hier zu kaufen...) gibt es auch für die Haut.

Jeden Abend, nach dem Aufenthalt im Freien, ist der Körper gründlich nach Zeckenbissen und Zecken abzusuchen, um diese sofort zu entfernen!

Die bekanntesten Endemiegebiete, in denen Zecken den FSME-Erreger in sich tragen, sind:

  • Südliches Deutschland
  • Bayrischer Wald
  • Baden
  • Schwarzwald
  • Österreich
  • Balkan
  • Polen
  • Skandinavien

Wer in diesen Gebieten wohnt oder dort seinen Urlaub verbringen möchte, sollte unbedingt notwendige Maßnahmen ergreifen und sich durch Impfungen schützen.

 

DETAILS
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Dieser Tipp wurde von Christian recherchiert, verfasst und veröffentlicht.
Infos zum Tipp
Autor: christian
Zuletzt bearbeitet von: christian
Veröffentlichungsdatum: 15.08.2007
Letzte Aktualisierung: 11.10.2013
 
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