Hilfe, Tipps, Tricks und Anleitungen zum Thema "Zeckenschutz bei Herbstwanderungen in Bayern"


 
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Viele genießen im Herbst die Natur besonders gern bei einer Wanderung durch den Wald. Die bunten Blätter, das Rauschen des Windes in den Wipfeln der Bäume und die frische Herbstluft sind eine Wohltat für Körper und Geist. Kaum jemand denkt dabei an Zecken, dabei sind die kleinen Blutsauger auch im Herbst eine Gefahr, vor allem in Bayern. Die beste Vorbeugung gegen Zecken ist, erst gar nicht gestochen zu werden.

Zecken sind eine ständige Gefahr

Schon ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius sind Zecken aktiv und suchen nach einem Wirt. Die kleinen Spinnentiere lauern dann überall – im Gras, in Büschen und im Unterholz, in Parks, Gärten und Wäldern. Sie können Büsche und Bäume bis auf eine Höhe von 1,50 Meter erklimmen und lauern dort auf einen Wirt, der sie abstreift. Sind sie erstmal auf einem Menschen oder Tier gelandet, machen sich Zecken auf die Suche nach dem idealen Platz zum Blutsaugen. Beim Menschen beißen sie sich gern dort fest, wo die Haut dünn und gut durchblutet ist. Beliebt sind daher Orte wie die Kniekehlen, die Leisten oder die Achselhöhlen. Mit ihren feinen Beißwerkzeugen bohren sich die Blutsauger in die Haut und verbleiben dort einige Tage, um Blut aufzunehmen.

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen 

Wenn sich eine Zecke festgebissen hat, saugt sie nicht nur Blut aus dem Körper ihres Wirts. Sie kann auch Krankheitserreger in die Blutbahn übertragen. Dazu muss sie selbst mit den Erregern infiziert sein, die die Zecken nur als Vehikel benutzen, um sich auszubreiten. Zu den von Zecken übertragenen Krankheiten gehören die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose und Viren, die die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) auslösen.

Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts sind fünf bis 35 Prozent der Zecken mit den Bakterien infiziert, je nach Region gibt es Unterschiede. Typisches erstes Anzeichen für eine Borreliose ist eine Wanderröte, die rund um die Bissstelle der Zecke erscheint und sich konzentrisch ausbreitet. Doch Vorsicht: Die Wanderröte kann trotz Infektion auch ausbleiben. Die weiteren anfänglichen Symptome der Lyme-Krankheit sind unspezifisch und ähneln einem grippalen Infekt. Wenn die Krankheit nicht erkannt wird und unbehandelt bleibt, können, zum Teil Jahre später, weitere Symptome wie Gelenkschwellungen oder Nervenlähmungen auftauchen. Vor allem im Frühstadium lässt sich eine Borreliose durch eine Antibiotika-Therapie gut behandeln.

FSME hingegen kann nicht ursächlich behandelt werden, es können lediglich die Symptome wie Schmerzen und Fieber gelindert werden. Die Krankheit greift die Nervenbahnen an und kann einen schweren Verlauf, bis hin zum Tod, nehmen. Vor allem Baden-Württemberg und Bayern sind Risikogebiete für FSME, das heißt, dass in diesen Bundesländern die Gefahr besonders hoch ist, sich mit FSME zu infizieren. Eine aktuelle Karte mit den betroffenen Gebieten und Landkreisen finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

Gegen FSME gibt es einen Impfschutz. Wenn Sie in einem Risikogebiert leben und sich gern draußen aufhalten, ist die Impfung unbedingt empfehlenswert. Aber Achtung: Die Impfung schützt allein vor FSME, Zecken können aber nach wie vor zustechen und Borreliose übertragen.

Wie kann ich mich vor Zecken schützen?

Wenn Sie einen Spaziergang planen, achten Sie auch im Herbst auf den richtigen Zeckenschutz. Folgende Tipps kommen dafür in Frage:

-        Tragen Sie lange Hosen und hoch geschlossene Schuhe. Am besten ist es, die Hosenbeine in die Schuhe oder Socken zu stecken.

-        Sie können Ihre Haut mit speziellen Cremes oder Lotionen einreiben, die vor Zecken schützen. Wirkstoffe wie Icaridin haben sich bei der Zeckenabwehr besonders bewährt.

-        Suchen Sie Ihren Körper nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken ab.

-        Schützen Sie Ihre Haustiere! Hund und Katze können in ihrem Fell durchaus Zecken in die Wohnung tragen. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach dem besten Zeckenschutz.

Zecken richtig entfernen

Wenn Sie eine festgebissene Zecke finden, brauchen Sie nicht in Panik zu verfallen. Wichtig ist, dass sie möglichst schnell entfernt wird, denn umso länger die Zecke an ihrer Blutbahn sitzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheiten übertragen werden. Beim Entfernen sollten Sie die Zecke nicht quetschen, um zu verhindern, dass Erreger in Ihren Körper gelangen. Setzen Sie mit einer feinen Pinzette, einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte möglichst nah an der Haut an und ziehen Sie den Blutsauger heraus. Beobachten Sie die Stelle mehrere Tage genau: Zeigen sich Rötungen oder Schwellungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Mit diesen Tipps können Sie Ihren Herbstspaziergang unbeschwert genießen.

 

DETAILS
Infos zum Tipp
Autor: KlaraFuchs
Zuletzt bearbeitet von: christian
Veröffentlichungsdatum: 18.11.2015
Letzte Aktualisierung: 18.11.2015
 
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